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Autorenlesung: Mechtild Borrmann

Mit ihren feinfühlig erzählten Kriminalromanen hat Mechtild Borrmann in den letzten Jahren bei Kritik und Lesern viel Aufmerksamkeit erregt. Die Autorin versteht es, Spannung und historisches Zeitgeschehen in eine komplexe Handlung zu verweben, die den Leser in ihren Bann zieht. Mit »Die andere Hälfte der Hoffnung« beweist Borrmann erneut, dass sie »keine der üblichen Krimiautoren hierzulande« ist. »Sie spürt in ihren präzise und komplex erzählten Geschichten den Untiefen der menschlichen Psyche nach«, so die Welt am Sonntag.

Die virtuose Mischung aus Spannung, Geschichte und Zeitgeschehen ist das Markenzeichen der Romane, die lange im Leser nachwirken. Borrmann erklärt ihr Interesse für Geschichte und aktuelles Zeitgeschehen: »Ich mag es, ein Thema intensiv zu recherchieren, in einer spannenden Rahmenhandlung zu erzählen und eine Perspektive zu wählen, die einen anderen Blick auf die Ereignisse erlaubt. Wenn ich mich mit Einzelschicksalen beschäftige, wird nüchternes Geschichtswissen für mich lebendig«. Auch in ihrem neuen Roman zeigt Borrmann, dass sie es versteht, historische Stoffe spannend zu verpacken. Dieses Mal geht es um den Reaktorunfall in Tschernobyl, der nicht in Vergessenheit geraten dürfe, weil das tatsächliche Ausmaß dieser Katastrophe bis heute heruntergespielt werde. Besonders interessieren sie aber »die Menschen und Schicksale der direkt Betroffenen. Aus dem Blickwinkel dieser Menschen werden geschichtliche Ereignisse erlebbar«.

Das Grauen des Reaktorunglücks, dessen Vertuschung und Auswirkungen bis in die Gegenwart beschreibt Borrmann am Beispiel der Familiengeschichte von Valentina und ihrer Tochter Ekatarina. Geschickt verknüpft sie drei Handlungsstränge zu einem spannenden und bewegenden Stück Zeitgeschichte, das den Leser unwillkürlich in seinen Bann zieht: In der verbotenen Zone von Tschernobyl, wo nur lebt, wer nicht anders kann oder gezwungen ist, sich zu verstecken, wartet Valentina auf die Rückkehr ihrer Tochter aus Deutschland. Seit Monaten hat Valentina nichts mehr von ihr gehört. Sie scheint spurlos verschwunden – wie viele andere Studentinnen, die angeblich ein Stipendium in Deutschland erhalten haben. Um dem trostlosen Warten und dem bitterkalten Winter zu trotzen und die Hoffnung nicht zu verlieren, beginnt Valentina ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. In Deutschland versteckt währenddessen Martin Lessmann eine junge osteuropäische Frau vor ihren Verfolgern. Als sie sich kurz darauf die Pulsadern aufschneidet, rettet er sie ein zweites Mal – und erfährt Ungeheuerliches.

Mechthild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin und Mitherausgeberin des Literaturmagazins Tentakel in Bielefeld. Mit »Wer das Schweigen bricht« wurde sie 2012 mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet. Auch Der Geiger festigte ihren Status als herausragende Autorin. Die Kritik lobt Borrmanns ausgefeilte Sprache, die feine Stilistik und ihre glaubwürdigen Figuren. Die andere Hälfte der Hoffnung ist im September 2014 erschienen. Die Veranstaltung findet anlässlich der Nacht der Bibliotheken in Kooperation mit dem Literaturverein Gütersloh in der Stadtbibliothek statt.

24. Oktober 2014, 20 Uhr
Stadtbibliothek Gütersloh, Blessenstätte 1
Karten in der Buchhandlung Markus und der Stadtbibliothek
Vorverkauf 10 Euro, Abendkasse 12 Euro

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© wetterdienst.de

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