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Gespräch: Wilhelm Schmid

Wilhelm Schmid, der führende Vertreter der Lebenskunst-Philosophie, spricht am 26.11. 2014 um 19.30 Uhr auf Einladung des Interdisziplinären Brustzentrums und des Literaturvereins in der Stadtbibliothek. »Krankheit und Lebenskunst« ist das Thema des Philosophie-Professors und Autors an diesem Abend. Wilhelm Schmid steht derzeit mit seinem aktuellen Buch »Gelassenheit – was wir gewinnen, wenn wir älter werden« ganz oben auf den Bestseller-Listen. Zudem verfasste er neben der »Philosophie der Lebenskunst« zahlreiche weitere Bücher, unter anderem über das »Glück – alles was sie darüber wissen müssen«, »Unglücklichsein – eine Ermutigung«, über die Liebe und über die Suche nach dem Sinn des Lebens. Einige davon wurden ebenfalls zu Bestsellern.

Wilhelm Schmid ist der Begründer der Lebenskunstphilosophie, eine Art der Philosophie, die als Ratgeber fungieren will, das eigene Leben zu meistern. Damit greift er eine Tradition auf, aus der die Philosophie bei den alten Griechen eigentlich entstand. Während seiner akademischen Ausbildung zum Philosophen vermisste Schmid den Bezug zum Leben. Als er seinen Professor danach fragte, bekam er den Rat, doch besser eine Psychotherapie zu machen, dort bekäme er Lebenshilfe.

Schmid hielt das nicht für angemessen und arbeitete daran, das »Leben« und seine »Probleme« zurück in die Philosophie zu bringen - und das mit durchschlagendem Erfolg. Mit großer Überzeugungskraft und wissenschaftlicher Expertise plädiert der Autor für den bewusst gewählten und selbstbestimmten Weg zu einem erfüllten Leben. Schmid wendet sich gegen die Diktatur des Glücklichseins, gegen den Versuch, den Menschen das Glück gleichsam zu verordnen wie eine Kur: »Ich möchte einfach aus Kenntnis der Philosophiegeschichte einerseits und des Umgangs mit sehr vielen leidenden Menschen andererseits – ich habe über zehn Jahre hinweg ja auch in einem Krankenhaus gearbeitet – zeigen, dass Unglücklichsein grundsätzlich ein Teil des menschlichen Lebens ist. Es ist nicht so, dass das einfach nur ein defizitärer Zustand ist, ein Mangelzustand, in dem ein Mensch sozusagen das volle ideale Menschsein nicht erreicht. Es ist eher umgekehrt. Wenn wir uns selber mal erinnern an die verschiedenen Zeiten in unserem Leben, wann haben wir denn am meisten gelernt? Die Krisen sind doch die Zeiten, in denen menschliches Leben reifen kann. Und diese – zugegeben – relativ schlichte Wahrheit, die wollte ich wieder aktualisieren«.

Für Schmid besteht wahre Lebenskunst darin, sich gut vorzubereiten auf Krisensituationen wie Krankheit oder eine andere Herausforderung. Derjenige, der sich auf Brüche und negative Dinge vorbereite, wisse, dass nicht alles im Leben immer gut und reibungslos laufe. Das Problem vieler Menschen sei, dass sie das Leben einengten auf das rein Positive. Wenn es dann eben nicht gut läuft, wenn eine Krankheit oder eine Herausforderung kommt, glauben diese Menschen schnell, das Leben lohne sich nicht mehr und dürfe ja eigentlich überhaupt nicht so sein. Schmid sagt von sich, es sei Realist und so können seine Zuhörer darauf zählen, dass er ihnen nichts vormacht, keine rasanten Theorien und Glücksversprechen andienen will. Wissenschaftlich fundiert und mit viel Humor und Selbstironie bricht er die großen Themen unserer Gesellschaft herunter auf unser Leben und eröffnet neue Sichtweisen.

Veranstaltet wird der Abend vom IBZ-GT, einem Zusammenschluss von Gütersloher Fachärzten, die Betroffenen der Diagnose Brustkrebs im Kreis Gütersloh die individuell bestmögliche Behandlung ermöglichen wollen. Das Interdisziplinäre Brustzentrum unter Leitung seines Vorstandes Dr. Siegfried Rösel führt unter anderem alle zwei Jahre den »Brustkrebstag« als Informationsplattform und als Unterstützung im Umgang mit der Krankheit Brustkrebs durch. Die Vortrags-Veranstaltung in Kooperation mit dem Literaturverein ergänzt dieses Angebot. Sie richtet sich an Mitglieder der IBZ, Patientinnen und deren Angehörige sowie alle interessierten Gütersloher.

26.11.2014

Beginn: 19:30 Uhr

Stadtbibliothek Gütersloh, Blessenstätte 1, 33330 Gütersloh

Karten in der Buchhandlung Markus und in der Stadtbibliothek Gütersloh

Vorverkauf sieben Euro, Abendkasse acht Euro

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