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„Paris im fallenden Schnee. Vor den Cafés die großen, rotglühenden Holzkohlepfannen. An den Cafétischen dicht vermummte Männer mit hochgeschlagenen Mantelkragen, Gläser mit Grog Americain betastend. Zeitungsjungen, die die Abendzeitungen ausrufen. Die Busse poltern wie grüne Moloche durch den in der Dämmerung rieselnden Schnee. Aus dem Gestöber erheben sich weiße Hausfassaden. Schnee ist nie so schön wie in der Stadt. Es ist herrlich, in Paris auf einer Seinebrücke zu stehen und durch den weichen Vorhang des Schnees an der grauen Masse des Louvre vorbei über den von vielen Brücken überspannten und von den grauen Häusern des alten Paris gesäumten Fluss den Blick bis dorthin schweifen zu lassen, wo Notre-Dame in der Abenddämmerung kauert. Es ist sehr schön in Paris und sehr einsam zur Weihnachtszeit.“

 

Weihnachten in Paris lässt sich kaum treffender beschreiben als in Ernest Hemingways gleichnamiger Erzählung.

Der große provenzalische Dichter Alphonse Daudet erzählt in seinen berühmten „Briefen aus meiner Mühle“ (1866) eine Legende aus seiner Heimat. „Die drei stillen Messen“ bezeugen auf heitere Weise, dass Weihnachten schon im 17. Jahrhundert nicht nur im Zeichen des Kreuzes, sondern auch im Zeichen leiblicher Genüsse stand. In Erwartung der gefüllten Truthähne, der Hasenbraten und Forellen kürzt ein heißhungriger Pfarrer die Messrituale unstatthaft ab und bringt seine Gemeinde gehörig durcheinander – mit schlimmen Folgen für ihn, wie sich später herausstellen soll.

Und dass es in der Heiligen Nacht auch zu zärtlichen Begegnungen kommen kann, weiß Guy de Maupassant in seiner Novelle „Christnacht“ zu berichten. Der dicke Henri Templier will überhaupt nie mehr feiern, weil er dabei einmal durch eine junge Frau in pikante Schwierigkeiten geraten ist, die er so schnell nicht wieder los wurde.

Aber auch Roland Topor lässt seinen Helden in der Geschichte „Fest- und Feiertage“ Begegnungen der besonderen Art machen.  

Stephan Schäfer lässt ihre Texte über diese scheinbar magische Zeit lebendig werden und läutet so die besinnliche Zeit auch literarisch ein. Begleitet wird die Lesung durch französische Chansons von Michel Mathevet

 

Stephan Schäfer studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover sowie an der Bremer Hochschule für Künste. 2001 gründete er das Kölner Künstler-Sekretariat. Seither wurden von ihm über 500 Veranstaltungen moderiert. Seit 2006 ergänzt Stephan Schäfer diese Tätigkeit durch Lesungen. Neben Themenabenden und Autorenportraits (u.a. Robert Walser, Wolfgang Hildesheimer, Elias Canetti, W. G. Sebald) gilt hier seine besondere Leidenschaft historischen und zeitgenössischen Reisebeschreibungen. Mit Schwerpunkten auf Ländern, Städten und Regionen gastiert Stephan Schäfer bundesweit für Reiseveranstalter und Auslandsgesellschaften, in Bibliotheken, Buchhandlungen und Museen. Thematische Klammern wie “Hotelgeschichten” oder “Eisenbahnfahrten literarisch” führen ihn darüber hinaus regelmäßig an für Lesungen eher untypische Orte wie Bahnhöfe und Hotels.

 

Michel Mathevet hat Erziehungswissenschaft und Philosophie studiert. Der Muttersprachler arbeitet als Dozent für Französisch z.B. an der VHS Reckenberg-Ems.

 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft Gütersloh e.V. statt.

Donnerstag, 23. November 2017, 19:30 Uhr
Buchhandlung Markus
Münsterstraße 9
33330 Gütersloh
Tickets in der Buchhandlung Markus, Deutsch-Französische Gesellschaft
Vorverkauf acht Euro, Abendkasse zehn Euro 

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