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Die aktuellen Lesetipps der Buchhandlung Markus 

Hier trifft Tradition auf Moderne. Im Weberhaus in der Münsterstraße 9 ist die Buchhandlung Markus beheimatet. Elke Corsmeyer gründet ihr Unternehmen 1994. Das Fachwerkhaus aus dem Jahr 1649 wurde 2009 umfassend renoviert und verbindet im Inneren aktuelle und anspruchsvolle Literatur mit einem geschmackvollen und ausgesuchten Ambiente. An dieser Stelle finden Sie unsere monatlichen Lesetipps, die auch im Stadtmagazin Gütsel veröffentlicht werden!

 

Jan Weiler »Kühn hat Ärger«

© Piper"Martin Kühn fragte sich, warum diese Leute reich und trotzdem sympathisch waren"

Die Sonne geht auf, es regnet, oder es schneit. Aber im Grunde startet jeder neue Tag mit derselben Chance. So sieht Martin Kühn es jedenfalls, an guten Tagen. In letzter Zeit allerdings hatte er eher selten gute Tage, seine Frau Susanne benimmt sich seltsam, und er selbst ist dabei, einen amourösen Fehltritt zu begehen. Auch der heutige Tag beginnt wechselhaft, denn Kühn soll mit seinem Kollegen Steierer den Mörder eines jungen Mannes finden. Die Ermittlungen führen ihn, den einfachen Polizisten und Berufspendler, in die Welt der Reichen und Wohltätigen. Diese neue Erfahrung setzt ihm doch mehr zu, als Kühn es sich eingestehen will. Und während er auf der Terrasse der Verdächtigen selbstgemachte Limonade kostet, sucht Kühn die Antwort darauf, ob es überhaupt einen Ort gibt, an dem er in diesem Leben richtig ist.

 

Piper, 400 Seiten, 20 Euro

 

Klaus Modick »Keyerslings Geheimnis«

© Kiepenheuer & WitschEin gesellschaftlicher Skandal, die Bohème des Fin de Siècle und einer der rätselhaftesten Schriftsteller der deutschen Literaturgeschichte.

Eduard von Keyserling - Außenseiter, adeliger Dandy, Dichter von europäischem Rang. Klaus Modick erzählt in seinem neuen Roman von Liebe und Verrat und von einem Schriftsteller, den die Vergangenheit einholt.
Im Jahr 1901 lädt der Dramatiker Max Halbe einige seiner Schwabinger Freunde ein, die Sommerfrische am Starnberger See zu verbringen. Keyserling, arriviert beim Publikum und unter den Kollegen beliebt, sitzt dort in jenen Tagen dem Maler Lovis Corinth Modell. Das legendäre Porträt wird den von der Syphilis gezeichneten Autor in geradezu faszinierender Hässlichkeit zeigen. Während ihrer Sitzungen erkundigt sich Corinth wiederholt nach der Vergangenheit des baltischen Grafen, nach seiner Jugend und Studentenzeit, um die sich Gerüchte ranken, bekommt jedoch nur ausweichende Antworten. Bei einem Konzertbesuch lauscht Keyserling gemeinsam mit Frank Wedekind einer Sängerin, die ihm trotz des unbekannten Namens merkwürdig vertraut erscheint. Handelt es sich womöglich um jene Frau, die ihn vor mehr als 20 Jahren in den Skandal verwickelte, der ihn zur Flucht nach Wien zwang und in Adelskreisen zur persona non grata werden ließ?

Geistreich, einfühlsam, voller Witz und Verve spürt Klaus Modick den emotionalen und gesellschaftlichen Widersprüchen der Jahrhundertwende nach und erzählt davon, wie ein Außenseiter zu jenem brillanten Schriftsteller wurde, der den Zerfall der eigenen Klasse mit Melancholie und scharfsinniger Ironie beschrieb.

Kiepenheuer & Witsch, 240 Seiten, 20 Euro

 

Johann Scheerer »Wir sind dann wohl die Angehörigen«

© PiperDie dramatische Geschichte der Reemtsma-Entführung - erzählt vom damals dreizehnjährigen Sohn

Johann Scheerer erzählt auf berührende und mitreißende Weise von den 33 Tagen um Ostern 1996, als sich sein Vater Jan Philipp Reemtsma in den Händen von Entführern befand, das Zuhause zu einer polizeilichen Einsatzzentrale wurde und kaum Hoffnung bestand, ihn lebend wiederzusehen.

"Es waren zwei Geldübergaben gescheitert und mein Vater vermutlich tot. Das Faxgerät hatte kein Papier mehr, wir keine Reserven, und irgendwo lag ein Brief mit Neuigkeiten." Wie fühlt es sich an, wenn einen die Mutter weckt und berichtet, dass der eigene Vater entführt wurde? Wie erträgt man die Sorge, Ungewissheit, Angst und die quälende Langeweile? Wie füllt man die Tage, wenn jederzeit alles passieren kann, man aber nicht mal in die Schule gehen, Sport machen, oder Freunde treffen darf? Und selbst Die Ärzte, Green Day und die eigene E-Gitarre nicht mehr weiterhelfen?

Piper, 240 Seiten, 20 Euro

 

Maja Lunde »Die Geschichte des Wassers«

 © btbNorwegen, 2017. Die fast 70-jährige Umweltaktivistin Signe begibt sich auf eine riskante Reise: Mit einem Segelboot versucht sie die französische Küste zu erreichen. An Bord eine Fracht, die das Schicksal des blauen Planeten verändern kann.

Frankreich, 2041. Eine große Dürre zwingt die Menschen Südeuropas zur Flucht in den Norden, es ist längst nicht genug Trinkwasser für alle da. Doch bei dem jungen Vater David und seiner Tochter Lou keimt Hoffnung auf, als sie in einem vertrockneten Garten ein uraltes Segelboot entdecken. Signes Segelboot.

Virtuos verknüpft Maja Lunde das Leben und Lieben der Menschen mit dem, woraus alles Leben gemacht ist: dem Wasser. Ihr neuer Roman ist eine Feier des Wassers in seiner elementaren Kraft und ergreifende Warnung vor seiner Endlichkeit.
 

btb, 480 Seiten, 20 Euro

 

Connie Palmen »Die Sünde der Frau«

© DiogenesVier berühmte Frauen, vier Tragödien – ein Muster: Am Anfang steht die Originalität, es folgt der Ruhm und dann die Selbstzerstörung. Jede dieser Frauen steht für ein einzigartiges Leben und Werk, und doch scheint es Übereinstimmungen zu geben. Ist es Zufall, dass sie alle früh den Vater verloren und eine komplizierte Beziehung zu ihrer Mutter hatten? Dass sie für die Öffentlichkeit einen anderen Namen angenommen haben? Was sagt dies über das Innenleben der vier Frauen aus?

Der Preis für Selbstbestimmung und Unsterblichkeit ist hoch, und die Auflehnung gegen ein »normales Frauenleben« macht sie wie Eva, die erste Frau im Sündenfall, schuldig und verletzlich, zumindest in der eigenen Vorstellung.

Keine Autorin ist so berufen wie Connie Palmen, die Abgründe, die Besessenheit, aber auch die Intensität, die Anziehungskraft von Künstlernaturen zu analysieren und begreifbar zu machen. Sie tut es schonungslos und dabei voll tiefem Verständnis und Mitleiden.

Diogenes, 96 Seiten, 20 Euro

 

James Baldwin »Von dieser Welt«

© DAV - Der Audio VerlagEin einziger Tag kann deine Welt zum Einstürzen bringen, ein einziger Tag kann deine Rettung sein. John Grime ist ein schwarzer empfindsamer Junge aus Harlem, sexuell unschlüssig, seine einzige Waffe zur Selbstverteidigung ist sein kristallklarer Verstand. Aber was nützt es schon, von den weißen Lehrern geschätzt zu werden, wenn der eigene Vater einem tagtäglich predigt, man sei wertlos, solange man sich nicht von der Kirche retten lässt. Als an Johns vierzehntem Geburtstag sein jüngerer Bruder Roy durch Messerstiche schwer verletzt nach Hause kommt, wagt er einen mutigen Schritt, der nicht nur sein eigenes Leben verändern wird.

»Von dieser Welt« ist mehr als ein Klassiker der afroamerikanischen Literatur. Es ist ein Befreiungsschlag der Unterdrückten und ein öffentliches Aufstehen gegen Diskriminierung aller Art. Mit seiner Erstveröffentlichung sorgte der autobiographisch geprägte Roman mit dem Originaltitel »Go Tell it on the Mountain« im Jahr 1953 für Aufsehen, kurz darauf zierte James Baldwin als erster Künstler mit schwarzer Hautfarbe das Cover des »Time Magazine«. Wanja Mues vertont die Neuübersetzung des Meisterwerks und bringt den Klassiker als Hörbuch ins Hier und Jetzt.

DAV - Der Audio Verlag, 2 Audio-CDs, 19,95 Euro

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© wetterdienst.de

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Samstag 9.30–16 Uhr