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Batmans schöne Rückkehr!

Heinrich Steinfest stellt »Batmans Schönheit« vor, erschienen im Piper Verlag. Dieser Roman trägt den – für den treuen Steinfest-Leser alarmierenden – Untertitel »Chengs letzter Fall«: Den Fall löst der ungewöhnliche einarmige Wiener Eurasier Cheng, der mittlerweile glücklich verheiratet ist und sich eigentlich ins Privatleben zurückgezogen hat. Markus Cheng fühlt sich in seiner privaten Idylle in keiner Weise davon berührt, als in Wien mehrere Schauspieler ermordet werden, die allesamt »frankiert« wurden: Eine norwegische Briefmarke klebt ihnen auf der Zunge. Cheng ergibt sich vielmehr ganz der Aufzucht winzig kleiner Salzkrebse, von denen er einen Batman tauft. Aber: Die Vergangenheit holt ihn ein und lässt ihn zwischen Madeira und Wien, zwischen Urzeit und Jetztzeit, zwischen Himmel und Hölle alsbald das Gefüge der Welt begreifen.

Heinrich Steinfest wurde 1961 geboren. Albury, Wien Stuttgart sind die Lebenstationen des erklärten Nesthockers und vielfach preisgekrönten Kriminalautors. Er wurde mehrfach mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet, war nominiert für den Deutschen Buchpreis und erhielt für »Gewitter über Pluto« den Stuttgarter Krimipreis 2010. Am 24. Oktober erhielt er den Heimito von Doderer Literaturpreis. Der Preis wird alle zwei Jahre für ein hervorragendes Einzel- oder Gesamtwerk aus dem deutschen Sprachraum vergeben, das sich durch hohe Sprachsensibilität und -originalität in der Tradition des großen österreichischen Autors auszeichnet. Im Urteil der Jury heißt es: »Die erzählerische Dichte und atmosphärische Ummantelung sind dem Prosawerk Musils und noch mehr Doderers eher verwandt als dem Chandlers oder Christies, auch wenn Mord ein unverzichtbarer Bestandteil des Plots ist.

Aber auch Johann Nestroy und Karl Kraus haben den Stil Steinfests beeinflusst? Er ist der Meister spannender Prosa an der Grenze zwischen Absurdität und Komik«. Die Kritik nennt Steinfest auch »einen Virtuosen des geschmackvollen Pöbelns, einen Meister der schrägen Figuren, einen sanften Terroristen« (Thomas Wörtche) und Tobias Gohlis jubelte in der »Zeit«: »Ich wiederhole mich: Herrlich! Göttlich! Steinfest!?« Steinfests Stilprinzip ist die kommentierende Abschweifung, indem er in jeglichem Geschehen stets die Selbstinszenierung des herrschenden Weltgeistes erkennt. Dass dieser von sagenhaft schmieriger Bösartigkeit ist, dass Eitelkeit und Dummheit immer wieder den Sieg des Diabolischen verhindern, macht Steinfests Hinterfotzigkeiten zu einem reinen Vergnügen. Seine Figuren nehmen die unterschiedlichsten Formen menschlicher Gemütszustände und Abarten an, teilweise sind sie jedoch klassische Krimifiguren. Trotz der zahlreichen Überzeichnungen und Skurrilitäten gelingt es dem Autor immer wieder, auch die kriminalistische Lust zu befriedigen.

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